Käfermeiler bauen

Auf dem „Weg der Vielfalt“ am Kreishaus in Meppen wurde ein Käfermeiler für Hirsch- und Nashornkäfer gebaut

Der Naturlehrpfad wurde um ein Biotop erweitert. Gemeinsam mit der NAJU Gruppe Emsland wurde dort ein Käfermeiler neu errichtet. Er soll den seltenen Hirsch- und Nashornkäfern und natürlich auch allen anderen Insekten, die Totholz lieben, als Ersatzlebensraum dienen.

Für den Käfermeiler wurde eine rund 5 m² große und 0,7 m tiefe Grube ausgehoben. Die Ränder der Grube kleideten die NAJU Kinder mit Eichenspaltpfählen aus. Danach füllten sie die Grube bis zum Rand  mit Holzhäcksel aus Laubholz. In die Mitte des Käfermeilers platzierten sie noch einige größere Eichen- und Birkenstämme.

Eine super Überraschung war, dass sie bei den Arbeiten tatsächlich ein Nashornkäferpaar beim Sex fanden, welches schon auf dem Weg der Vielfalt lebt.

Hirsch- und Nashornkäfer, die beiden größten Käferarten in Deutschland, brauchen Totholz zum Leben. Ihre bis zu 10 cm großen Larven leben rund 6-8 Jahre am Fuße toter, alter Laubbäume. Diese werden leider nur sehr selten in der Landschaft stehen gelassen. Deswegen helfen wir mit solchen Käfermeilern als Ersatzlebensraum aus.

Wie man einen Käfermeiler baut, wusste Andreas Rakers vom NABU. Vielen Dank für deine tolle Bauleitung!

 

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