Ein Gewässerabschnitt der Marka bei Vrees und rund 13 ha der anliegenden Markaaue wurden renaturiert. Ein 1 km langes, neues, naturnahes Seitengewässer wurde ausgebaggert, durch welches die Marka in Zukunft fließen soll.
Das neue Seitengewässer zeichnet sich durch einen sehr hohen Strukturreichtum aus. Die Ufer der Außenkurven der Bachwindungen wurden als Steilufer angelegt. Hier können in Zukunft Eisvögel und Wildbienen brüten. Die Innenkurven wurden flach gestaltet. Hier können Tiere leicht ans Wasser heran- und wieder herausgelangen, sowohl Tiere, die in heißen Sommern trinken wollen, als auch der Nachwuchs von Amphibien und Libellen, die ihr Geburtsgewässer verlassen.
Fische werden sich über die unterschiedlichen Wasserbereiche und die zukünftige Ufer- und Wasservegetation freuen. Ins Bachbett gelegte, tote Bäume und Wurzelstubben sorgen für ruhige, tiefe Wasserpools und schnellfließende Engstellen, wo sich Sauerstoff im Wasser anreichern kann.
Der alte Lauf der Marka bleibt als Hochwasserentlastungsgewässer erhalten.
13 ha artenreiches Feuchtgrünland entstehen um das neue Seitengewässer herum. Im Herbst erfolgt die Einsaat mit Regio-Saatgut. Der Zaun wird im kommenden Winter gebaut und ab Sommer 2027 kann dort eine Mutterkuhherde weiden. Die extensive Rinderbeweidung auf Feuchtgrünland trägt sehr zur Förderung der biologischen Vielfalt bei. Artenreiches Feuchtgrünland bedeutet Insektenvielfalt. Die Insekten wiederum sind Nahrung für die bedrohten Wiesenvögel.
Der Anschluss des 1 km langen, naturnahen Seitengewässers geschieht im Februar 2027.
Ein Aussichtshügel wurde errichtet. Es folgen noch Infotafeln zu den Themen: Naturnahe Gewässer, Tiere und Pflanzen des Baches, Lebensraum Lesesteinhaufen, Wo brütet die Uferschwalbe, Totholz eine Bereicherung für Tiere an Land und im Wasser.
Die Bauarbeiten durchgeführt hat die Friesoyther Wasseracht.
Kosten rund 300.000 €.
Es ist großartig geworden!
